Messstellenpositionierung oder
wohin muss meine Messstelle und wie viele?

Gaswarn-Beratung_Nebelpistole

Die Messstellenpositionierung ist eines der heikelsten und wichtigsten Punkte bei der Planung einer Gaswarnanlage.
Aus diesem Grund erscheint in vielen neu überarbeiteten Normen nun der Auszug wie ursprünglich aus der DIN EN 60079-29-2 von 2015:

Diese Entscheidungen, die zur Platzierung von Sensoren führen, sollten in einer Sicherheitsakte für die Gaswarnanlage aufgezeichnet werden.

Der Begriff „Sicherheitsakte“ ist etwas schwierig damit in Verbindung zu bringen und soll bedeuten, dass für später nachvollziehbar festgehalten werden soll, warum die jeweiligen Messstellen an der ausgewählten Position vorgesehen wurden.
Dies kann sein, weil eine Radiusabdeckung gewählt wurde, dann macht es sich gut die Radien in einem Plan einzeichnen, sodass man es nachvollziehen kann.
Oder die Positionen befindet sich nahe bei etwaigen Undichtigkeitsstellen, dann sollte dies so festgehalten werden.
Und so gibt es zahlreiche Dokumentationsmöglichkeiten mit dem Hintergrund, dass Außenstehende nachvollziehen, können, warum die Messstellen an der jeweiligen Stelle vorgesehen wurden.
Denn wenn es zu einem Vorkommnis kommt, dann werden oftmals Sachverständige wie wir eingeschaltet und diese müssen dann den ganzen Ablauf nachvollziehen und verstehen können. Da der Ursprung von Fehlern sehr oft bei der Auslegung der Gaswarnanlage liegt, sollte man diesem Thema sehr viel Beachtung schenken.

Wir verwenden dazu zusätzlich zur Radius-Methode und der Positionierung an möglichen Undichtigkeitsstellen auch Luftströmungsmessungen, Temperaturmessungen und Nebeltests mit ganz speziellen Nebelgeneratoren.

Gaswarn-Beratung_Mini-Nebelgenerator

Bei unseren handgroßen Nebelmaschinen kommen verschiedene Nebelfluids zum Einsatz, welche leichten, mittleren oder schweren Nebel darstellen und somit aufzeigen, wohin sich ein Gas-Luft-Gemisch bewegen würde. Zusätzlich kann die Ausblasestärke und die Nebelintensität eingestellt und sogar per Fernbedienung gestartet werden.

Unser Favorit ist ansonsten aber der reale Test mittels Prüfgas und mobilen Gaswarngeräten, da dies das realistischste Testverfahren ist, aber nicht immer durchführbar.

Sie sehen anhand der kurzen Beschreibungen, dass dieses Thema sehr komplex ist und die meisten Fehlermöglichkeiten der ganzen Planung einer Gaswarnanlage darstellt.
Deshalb legen die Normen einen gewissen Schwerpunkt auf dieses Thema und verlangen die Planung und Auslegung durch Fachkundige.

Solche Tests werden in der Regel von Herstellern nicht angeboten oder durchgeführt, da eine haftungsverbindliche Auslegung einer Gaswarnanlage meistens nicht zu deren Leistungsspektrum gehört. Somit verbleibt die Verantwortung und Haftung dazu beim Arbeitgeber oder Betreiber der Gaswarnanlage.

In unsere Rubrik Beispiele finden Sie auch ein paar Beispiele dazu, wie es ausgehen kann, wenn es nicht gut geplant bzw. ausgelegt wurde.

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