Gängige Fehler Planung & Betrieb einer Gaswarnanlage

Aus den Erfahrungen seit 2008, mit vielen hunderten Projekten in nahezu allen Branchen, läßt sich feststellen, dass der Fehler seinen Ursprung in der Merheit der Fälle bereits bei der Planung einer Gaswarnanlage hat.
Dazu kommt, dass viele Betreiber das Thema der Dokumentation und Unterlagen so gar nicht ernst nehmen. Spätestens bei einem Vorkommnis wird alles genaustens geprüft und genau dann ist es zu spät sich diesem Thema anzunehmen. Dies bedeutet in fast allen Fällen eine Mitschuld für den Betreiber.
Und was sich auch feststellen läßt ist, dass die Größe einer Firma damit nichts zu tun hat. Viele große Firmen, haben oftmals mehr Defizite wie vergleichbare kleine Firmen der gleichen Branche.
Hier folgend eine Auflistung der häufigsten vorgefunden Fehler unserer Projekte:

  • Vertauschte Gasart: z.B. CO mit CO2
  • Messstellen auf falsche Höhe platziert
  • Falsche Position der Messstellen
  • Querempfindlichkeiten nicht beachtet
  • Vergiftungen nicht beachtet
  • Filter nicht kontrolliert
  • Luftströmung nicht beachtet
  • Zu wenige Messstellen (zu viele Messstellen ist nicht gefährlich, aber teuer)
  • Falsches Messprinzip des Sensors
  • Falscher Messbereich des Sensors
  • Falsche Art der Messstelle, also z.B. Diffusion statt Absaugung
  • Fehlendes Alarmierungskonzept
  • Fehlende Gefährdungsbeurteilung
  • Fehlendes Explosionsschutzkonzept
  • Falsche Ex-Ausführung also z.B. 3G statt 2G
  • Fehlende Baumusterprüfung der Messstellen, keine messtechnische Funktionsprüfung
  • Fehlende Ex-Zulassung der Auswerteeinheit
  • Fehlende Ausführung nach DIN EN Norm
  • Einsatz von Produkten, welche aktuelle Normen nicht erfüllen
  • Einsatz in einer Branche mit DIN EN Norm-Vorgaben, ohne dafür geeignet zu sein
  • Fehlende Wartung
  • Wartungszyklus zu groß
  • Unvollständige Serviceberichte
  • Fehlende jährliche Unterweisung der Mitarbeiter
  • Unvollständige Unterlagen
  • Einsatz von Firmen, welche vom Hersteller nicht autorisiert sind bzw. nicht über das Know-How für die Anlage (z.B. Zugriffscodes) verfügen
  • usw.

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Mögliche Szenarien aus der Gaswarnbranche

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Beispiel 1: Gaswarnanlage in gewerblich genutztem Mehrparteienhaus

Gaswarnanlage in gewerblich genutztem Mehrfamilienhaus

Ein Projekt im Ruhrgebiet. Dort sollen an sechs Messpunkten an der Außenwand draußen drei Gasarten überwacht werden, aufgrund einer Auflage des Regierngspäsidiums.. Dazu wurde eine Vorgabe von einem Prüfinstitut erstellt. Auf Grundlage dieser Vorgabe wurden Angebote von großen Herstellern und Händlern eingeholt. Die Spanne ging von 50.000,- bis 150.000,- Euro.

Vorweg sei bemerkt, dass keines der Angebote den Vorgaben des Prüfinstitutes entsprach.

Für wen entscheidet man sich nun?
Es wurde sich für den günstigsten Anbieter, eines Gaswarngeräte-Händlers, entschieden. Die Anlage wurde montiert und das Gebäude ging in Betrieb.
Nur wenige Monate vergingen und es gab die ersten Fehlalarme. Dies passierte immer wieder und führte zu entsprechenden teuren Feuerwehreinsätzen.
Nun reklamierte der Betreiber dies beim Gaswarngeräte-Händler. Dieser erklärte ihm, dass zum einen ein kurzer Wartungszyklus erforderlich ist und zum anderen die Sensoren regelmäßig einmal pro Jahr ausgetauscht werden müssen.

Und es kam noch besser.
Als dann tatsächlich einmal ein Störfall vorlag und eine Gaskonzentration auftrat, da reagierte die Gaswarnanlage nicht, weil der Wind dafür sorgte, dass die Luft nicht an die Sensorik gelangte, obwohl sich die Konzentration in der Nähe befand. Sicherlich verzögernd dürfte sich dabei auch das jeweilige Wetterschutzgehäuse bemerkbar machen.

Wie ging es aus?
Die Gaswarnanlage musste komplett demontiert werden, was natürlich auch seine Spuren am neuen Gebäude bzw. der Fassade hinterließ. Dann wurde ein neues absaugendes System eingebaut, welches die Luft an kleinen, kaum sichtbaren, Stellen ansaugte, diese filterte, die Feuchtigkeit entfernte, um dann unter gleichbleibenden klimatischen Bedingungen an den Sensor zu gelangen.

Dieses System hatte dann keine Fehlalarme, die Sensoren hatten eine normale Haltbarkeit und durch die Ansaugung wurde auch zuverlässig das Gas-Luft-Gemisch zum Sensor geführt.

Der Betreiber hingegen blieb auf seinen Kosten komplett sitzen und hat somit die erste Gaswarnanlage nebst Demontage und Feuerwehreinsätzen an Lehrgeld aufbringen müssen, was man bei einer fachlichen Planung und Kontrolle der Angebote hätte vermeiden können.

Wie gut, dass niemand zu Schaden gekommen ist.

Ursachen:

  • Angebote wurden nicht fachlich geprüft
  • Es wurde der günstigste Anbieter beauftragt
  • Die falschen Produkte wurden eingesetzt 

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Beispiel 2: Gaswarnanlagen in Tiefgaragen nach VDI 2053 & DIN EN 50545

Gaswarnanlagen in Tiefgaragen nach VDI 2053 & DIN EN 50545

Es besteht eine DIN EN-Norm und Regelwerke bzw. Verordnungen, wie eine Gaswarnanlage auszuführen ist. Nun holte man sich Angebote ein und entschied sich für den günstigsten Anbieter. Die Gaswarnanlage wurde verbaut und in Betrieb genommen. Es ging jahrelang alles gut. Auf einmal reagierte die Gaswarnanlage nicht, als sie hätte reagieren müssen. Der Vorgang wurde von extern geprüft und festgestellt, dass die Gaswarnanlage nicht nach den Regelwerken bzw. Verordnungen ausgeführt war. Nun prüfte man die Zulassungen und stellte fest, dass dieses Produkt gar nicht die notwendige Zulassung hatte. Das ganze Gebäude wurde stillgelegt. Die Gaswarnanlage wurde ausgetauscht. Auch die komplette Kabelinstallation musste mit ausgetauscht werden. Der Vorgang dauerte drei Monate.

Ergebnis: Drei Monate stillgelegtes Gebäude mit allen Unkosten plus die Kosten für eine komplett neue Gaswarnanlage inkl. Express-Zuschlag.

Ursachen:

  • Fehlende Prüfung der Angebote
  • Fehlende Prüfung der Ausführung
  • Fehlende Prüfung der Produkte/Zulassungen 

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Beispiel 3: Explosionsschutz

Auswirkung von brennbaren Gasen, Explosion

In einer Gefährdungsbeurteilung und einem Explosionsschutz-Dokument wurde eine Gaswarnanlage aufgeführt. Auf Grundlage dieser Unterlagen wurden Angebote eingeholt, verschiedene Firmen waren dazu vor Ort. Man entschied sich für einen Anbieter der mittleren Preisklasse, da dieser in der Nähe war. Die Gaswarnanlage wurde in der Ex-Zone 1 montiert. Die Messstellen waren druckgekapselt und zugelassen für die Ex-Zone 1. Die Anlage ging in Betrieb. Nach einer Explosion prüfte die Staatsanwaltschaft den Fall und es kam heraus, dass zwar die Messstellen in Ordnung waren, aber die Auswerteeinheit selbst keine Zulassung bzw. Prüfung für die Ex-Zone 1, also 2G, besaß. Hinzu kam, dass die Messstellen über keine messtechnische Funktionsprüfung verfügten, so wie es gefordert war. Da der Hersteller die notwendigen Produkte nicht im Programm hatte, musste die ganze Gaswarnanlage inkl. Kabel demontiert und gegen eine Neue ersetzt werden. Die Kosten gingen in die Hunderttausende.
Der Kunde blieb auf dem Schaden sitzen (ausgenommen den Explosionsschaden).

Ursachen:

  • Fehlende fachliche Prüfung der Angebote im Hinblick auf die erforderlichen Zulassungen
  • Fehlende fachliche Prüfung vor der Inbetriebnahme inkl. Unterlagen und Zulassungen

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Beispiel 4: Kältemittel-Gaswarnanlagen in Kühlräumen nach DIN EN 378

Kältemittel-Gaswarnanlagen in Kühlräumen nach DIN EN 378

Ein großer Kühlraum in einem größeren Lebensmittel-Markt. In der Kälteanlage wurde das Kältemittel CO2 eingesetzt. Dies ist ein schweres Gas, welches zu Boden sinkt und sich ähnlich wie Wasser am Boden „bewegt“ und je nach Menge langsam „vollläuft”.


In diesem Raum wurden vier Messstellen für CO2 vorgesehen. Der Raum wurde regelmäßig durch ausspritzen mit einem Hochdruckreiniger gesäubert. Eines Tages ging ein Mitarbeiter in den Raum um etwas zu holen, wurde direkt ohnmächtig und fiel nach vorne in den Raum. Dies bekam ein zweiter Mitarbeiter mit, zog den Kollegen sofort aus dem Raum. Auch er wurde ohnmächtig und fiel nach hinten. Er hatte seinen Kollegen aber schon so weit nach hinten gezogen, dass dieser nicht mehr im Raum lag. Der dritte Kollege hat geistesgegenwertig die Tür geschlossen und die Feuerwehr gerufen.

Alle Mitarbeiter haben sich mit sehr viel Glück davon erholt. Es kam zu dem Vorfall, weil eine Leckage an einer Kältemittelleitung vorlag und CO2 in den Raum strömte. Der Raum war bis ca. 1,80 hoch mit CO2 gelaufen. Es reagierte keiner der Messstellen, weil man bei der Planung und Umsetzung den Begriff CO2 mit CO verwechselt hat. Man platzierte die Messstellen somit unterhalb der Decke. Diese hätten also erst reagiert, wenn der Raum bis zur Decke vollgelaufen wäre. Das war aber noch nicht alles. Weil der Raum mit dem Hochdruckreiniger gesäubert wurde, hat man die Messstellen in einen Kabelkanal gesetzt. Das Reinigungspersonal sollte dann bei der Reinigung den Deckel draufsetzen und danach wieder abnehmen. Der Deckel wurde jedoch seit jeher nicht wieder aufgemacht. Wer ist nun daran schuld, dass beinahe Menschen gestorben wären? Gute Frage.

Am Ende des Tages wäre es der Betreiber, also der Lebensmittelhändler. Wobei hier alle versagt haben. Der Planer, die ausführende Firma, die wartende Firma und der Betreiber.
Man hat es gut geschafft, dass dieser Vorfall nicht in die Medien kam. Leider gibt es zahlreiche solcher Vorfälle.

Ursachen:

  • Unzureichende Planung im Bezug auf Besonderheiten
  • Falsche Umsetzung bei der Platzierung von Messstellen
  • Fehlende Abnahme bzw. Prüfung bei Inbetriebnahme
  • Unzureichende Wartung und Kontrolle 

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Beispiel 5: Mobile Stickstoffbehälter

Gefahrenquelle in der Arbeitsplatzssicherheit, mobile Stickstoffbehälter

n einer Uni gibt es einen kleinen Raum für Stickstoffbehälter. Dort wurde eine Messstelle montiert. Da es keinen Sensor für Stickstoff gab, wurde der Sauerstoffgehalt überwacht. Die Gaswarnanlage wurde nicht gewartet, da der Betreiber der Meinung war, dass man dies bei einer neuen Gaswarnanlage nicht bräuchte. Leider wurde er seitens des Herstellers bzw. Verkäufers auch nicht anders informiert.

Erst gab es das Vorkommnis, dass bei jeder Abfüllung von Stickstoff Alarm ausgelöst wurde. Somit hat keiner der Mitarbeiter einen Alarm mehr ernst genommen. Trotz Alarm wurde der Raum immer wieder betreten. Grund dafür war, dass die Messstelle direkt neben der Entnahmestelle in 20 cm Höhe über dem Fußboden montiert war. Dies war so vom Planer vorgegeben. Nun hängte man die Messstelle an eine andere Stelle (auf Kosten des Betreibers) und die Fehlalarme hörten auf.

Eines Tages ging eine Mitarbeiterin in den Raum und wollte Stickstoff holen, bückte sich und ihr wurde schwindelig. Sie konnte sich dann gerade noch so aus dem Raum retten und die Tür schließen. Man schaute nun bei der Zentrale der Gaswarnanlage im Flur. Der Wert lag bei 20,7 Vol% O2. Ein ganz normaler Wert.

Durch eine Leckage am Stickstoffbehälter lief dieser aus. Die Gaswarnanlage regierte nicht, weil der Ein- bis Zwei-Jahres-Sensor des Herstellers defekt war. Bei Sauerstoff gibt es den Defekt, dass ein Messwert „einfrieren“ kann. Dies führt dazu, dass keine Störungsmeldung ertönt. Durch die fehlende Wartung konnte der Sensor nicht frühzeitig getauscht werden. Es erfolgte auch kein Hinweis dazu.

Wer trägt nun die Schuld? Am Ende wieder der Betreiber, wobei auch der Planer eine Mitschuld hat. Zum einen die falsche Position, zum anderen wären zwei Messstellen bei dieser Problematik sicherer gewesen. Und zum Schluss ist der ausländische Hersteller auch nicht unschuldig, welcher nur Interesse daran hatte sein Produkt zu verkaufen, da dieser keinen Service in Deutschland hat.

Ursachen:

  • Fehlende Gefährdungsbeurteilung & Konzept
  • Unzureichende Planung der Gaswarnanlage
  • Fehlende Prüfung vor der Inbetriebnahme
  • Fehlende Wartung 

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Beispiel 6: Gefahrenpotenzial in der Herstellung von Zink

Gefahrenpotenzial in der Herstellung von Zink, Gaswarnanlagen für SO2 und SO3

Es wurde zusammen mit einem Hersteller ein Lastenheft für eine Gaswarnanlage zur Überwachung eines hochreaktiven Gases erstellt. Im Anschluss schickte man eine Anfrage mit dem Lastenheft an zahlreiche Anbieter. Da es für diese Gasart nicht sehr viele Anbieter gab, trafen zwei Angebote ein. Man entschied sich für den günstigsten Anbieter der zufällig auch beim Lastenheft behilflich war.

Die Anlage wurde montiert und in Betrieb genommen. Bis dahin funktionierte alles wunderbar, zumindest dem Anschein nach. Mit den Wochen zeigte die Gaswarnanlage aber nicht mehr 0 ppm an. Der angezeigte Wert stieg von Woche zu Woche, bis dieser den Voralarm erreicht hatte. Der Hersteller wurde gerufen. Dieser führte eine Wartung durch, allerdings mit einem völlig anderen Ersatzgas. Soweit nicht ungewöhnlich. Dieses Problem wiederholte sich jedoch und der Zeitrahmen wurde immer kürzer. Nach dem dritten Mal reagierten die Messstellen gar nicht mehr. Es kam zu einem Vorfall in der Produktion und die Gaswarnanlage reagierte nicht. Daraufhin kam erneut der Hersteller. Der nun eingetroffene Mitarbeiter war mit der Situation völlig überfordert, sodass an diesem Tag nichts passierte. Zu einem neuen Termin kam ein weiterer Kollege mit. Nun stellte sich heraus, dass von Beginn an ein falscher Sensor eingebaut worden war. Dieser war für ein ähnliches Gas gedacht, aber nicht für das erforderliche. Es hätte also auch völlig anders ausgehen können. Alleine dieser Ablauf sorgte für mehrere Wochen Produktionsausfall. Kostenfaktor? 

Ursache:

  • Es wurde ein falscher Anbieter ausgewählt

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Beispiel 7: Gaswarntechnik für Kläranlagen

Gaswarntechnik für Kläranlagen, ohne Ex-Schutz geht hier wenig

Auf einer Kläranlage sollte im Rechengebäude Methan in der Ex Zone 1 überwacht werden. Dazu holte man sich Vertreter von verschiedenen Firmen und ließ sich Angebote erstellen. Man entschied sich für den günstigsten Anbieter. Dieser installierte die Anlage und sie ging in Betrieb. Einen Monat lang lief alles bis die Fehlalarme anfingen. Die Mitarbeiter mussten in ihrer Freizeit zur Kläranlage eilen. Der Hersteller kam Wochen später, konnte sich das Problem nicht erklären und kalibrierte die Messstelle neu. Es dauert nur Tage und der Alarm war wieder da. Der Hersteller kam wieder und bestellte eine neue Messstelle. Erst nach vier Wochen kam diese und wurde ausgetauscht. Weitere vier bis sechs Wochen funktionierte alles. Dennoch kam der Alarm wieder. Das ganze Spiel begann von neuem.

Die nächste Messstelle wurde angeblich extra am Sensor mit Harz ausgegossen. So wurde ein Experiment nach dem nächsten vollbracht. Der Vorgang wiederholte sich sechs Mal. Währenddessen war die Gewährleistungszeit abgelaufen. Der Kläranlagenbetreiber entschied sich dazu, die Gaswarnanlage zu entsorgen, wollte aber noch genauer wissen woran es lag. Es kam heraus, dass die Messstelle zwar eine ATEX-Zulassung und eine Baumusterprüfung hatte aber keine messtechnische Funktionsprüfung, wie es vorgeschrieben und notwendig gewesen wäre. Sicherlich wären dort so manche Ursachen des Problems zu Tage gefördert worden. Im Grunde genommen war die Messstelle völlig ungeeignet für diese Anwendung. Teures Lehrgeld für den Betreiber.

Ursachen:

  • Unzureichende Planung und Vorgaben an den Hersteller
  • Unzureichende Prüfung der Angebote
  • Unzureichende Prüfung der Produkte und Zulassungen
  • Unzureichende Prüfung vor der Inbetriebnahme 

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Beispiel 8: Gaswarnung für die Sauerstoffüberwachung

Gaswarnung für die Sauerstoffüberwachung

Bei einer verarbeitenden Firma wurde eine Sauerstoffüberwachung benötigt. Dazu holte man sich Vertreter von Herstellern und ließ sich Angebote unterbreiten. Einige schauten es sich vor Ort an, andere nicht. Man entschied sich, wie so oft, für den günstigsten Anbieter. Die Anlage wurde montiert und in Betrieb genommen. Dies ging rund vier Monate gut bis dann plötzlich die gesamte Produktion stehen blieb. Die Gaswarnanlage gab einen Alarm aus und niemand traute sich mehr in den Bereich. Man rief den Hersteller an und bekam keinerlei Hilfestellung. Der Betreiber musste nun die Feuerwehr rufen. Diese führte eine Freigabemessung durch.
Der Betreiber ließ danach die Anlage entfernen und gegen ein anderes Fabrikat ersetzen, welches redundant ausgeführt war. Der Kostenfaktor war jedoch erheblich. Der Produktionsausfall, der Einsatz der Feuerwehr und der Austausch der Gaswarnanlage. Wie es so schön heißt: Hätte man mal jemanden gefragt der sich damit auskennt… 

Ursachen:

  • Unzureichende Planung und Auslegung der Gaswarnanlage
  • Fehlender fachlicher Vergleich der Angebote
  • Ungeeignetes Produkt für die Anwendung
  • Unpassender Anbieter für die Anwendung 

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Beispiel 9: Gasmesstechnik für Labore

Gasmesstechnik für Labore

Ein Labor benötigte eine Sauerstoffüberwachung für den Umgang mit Stickstoff, Argon, Helium und anderen Gasarten. Es wurde dort zudem mit brennbaren Gasen gearbeitet.
Man holte sich aus der Entfernung Angebote verschiedener Anbieter ein. Dann dachte man an die Folgekosten und entschied sich für Messtechnik mit langer Lebensdauer: Zirkonium Oxid. Der Hersteller garantierte mindestens fünf Jahre Lebensdauer. Die Anlage wurde montiert und in Betrieb genommen.

Es vergingen ein paar Monate. Irgendwann gab es einen Vorfall, bei dem es Mitarbeitern in dem Labor nicht gut ging. Geistesgegenwärtig verließen alle den Raum und setzten für Tage die Arbeit aus. Nach der Prüfung durch einen Sachverständigen stellte sich heraus, dass die Messstelle nicht mehr reagierte. Diese wurde durch die brennbaren Gase geschädigt.

Das Ergebnis war, dass die Messstelle gegen das herkömmliche elektrochemische Messprinzip ausgetauscht wurde und eine regelmäßige Wartung erfolgte. Kostenfaktor: Ausfallzeit des Labors, Sachverständiger und Austausch der Messstelle. 

Ursachen:

  • Ungeeignete Planung der Gaswarnanlage im Hinblick auf andere Gase
  • Fehlende Gefährdungsbeurteilung
  • Falsches Messprinzip der Messstelle, fehlende Hinweise des Herstellers
  • Fehlende fachliche Prüfung vor der Inbetriebnahme 

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Beispiel 10: Gasüberwachung für Ammoniak

Gasüberwachung für Ammoniak

Bei einer Firma sollten Chlor und Ammoniak überwacht werden. Es wurden dazu Angebote eingeholt und eine Anlage beauftragt. Diese wurde montiert und in Betrieb genommen. Alles soweit gut. Danach wurde ein Wartungsvertrag beim Hersteller abgeschlossen. Die ersten Wartungen verliefen optimal.

Es kam dann zu einer Wartung eines anderen Mitarbeiters. Nach Stunden der Wartung meinte er, dass alles fertig sei. Der Servicebericht wurde erstellt und verschwand kurz darauf. Einige Tage später kam es zu einem Vorfall mit Ammoniak. Die Gaswarnanlage reagierte nicht. Weil Mitarbeiter deshalb ins Krankenhaus kamen, wurde alles genauestens geprüft. Es kam heraus, dass der Sensor falsch kalibriert bzw. eingestellt worden war. Man prüfte auch die Chlor-Messstellen. Dort war der Fall bzw. das Problem identisch. Im Anschluss prüfte man beim Wartungspartner. Es kam heraus, dass der Mitarbeiter über keinerlei strukturierte Einarbeitung verfügte und zusätzlich, dass dieser nicht einmal eine Ausbildung hatte. Das bedeutet, dass der Hersteller von Gaswarnanlagen Mitarbeiter ohne eine qualifizierte Einarbeitung und ohne jegliche Berufsausbildung einsetzte. In dem Fall war die Kostenfrage klar, aber dies hätte unter Umständen den Mitarbeitern auch nichts mehr geholfen. 

Ursachen:

  • Schwer dagegen etwas im Vorfeld zu machen. Hier wären bessere Kontrollen und Strafen des Regierungspräsidiums erforderlich 

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Beispiel 11: Wartungen, Funktionsprüfung und Instandsetzungen von Gaswarnanlagen

Wartungen, Funktionsprüfung und Instandsetzungen von Gaswarnanlagen

Dieses Beispiel tritt fast täglich in Deutschland auf – in der einen oder anderen Form.

Es besteht eine Gaswarnanlage mit zahlreichen Messstellen. Diese soll wieder gewartet werden. Da Kosten eingespart werden sollen, wird die Wartung entsprechend ausgeschrieben (in manchen Fällen auch nur weit verbreitet angefragt). Den Zuschlag bekommt der günstigste Anbieter. Dieser führt die Wartung durch, die dann mit entsprechenden Plaketten als geprüft gilt. Allerdings kommt zu einem späteren Zeitpunkt heraus (egal ob mit oder ohne Gasalarm), dass die Gaswarnanlage überhaupt nicht vollständig gewartet wurde. Man beaufschlagte die Messstellen mit Prüfgas und klemmte die Meldungen ab, damit es nicht jedes Mal Alarm gibt. Man tat so, als ob die Gaswarnanlage gewartet wird. Eine vollständige Wartung war aber nicht möglich, da man dazu mittels Software auf die Zentrale zugreifen muss und noch dazu ein Passwort der Zentrale benötigt. Somit konnte die Wartung nur zum Teil bzw. unvollständig durchgeführt werden. Der Kunde musste jedoch den vollen Preis einer Wartung bezahlen. In diesem Fall waren keine Sensoren defekt. Es kommt auch gerne vor, dass ganze Gaswarnanlage, zumindest Messstellen, ausgetauscht werden, welche gar nicht defekt sind.

Es hat lange gedauert, bis der Betreiber dies merkte. Erst als es verstärkt zu Fehlalarmen durch defekte Sensoren kam, flog der Fehler auf. Hier ist der Betreiber in der Pflicht, auch wenn der Auftragnehmer betrugsmäßig handelt. 

Ursachen:

  • Vergleich von Wartungsangeboten ohne die fachliche Qualifikation dafür
  • Fehlende Prüfung der Autorisierung und fachlichen Kompetenz der beauftragten Firma

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Beispiel 12: CO2-Konzentration in Mischbehältern – Quelle aus ASI 8-01

Ein Auszubildender hatte den Auftrag, einen Mischbehälter zu reinigen. Als er in diesen Behälter einstieg, war darin eine CO2-Konzentration in gefahrdrohender Menge vorhanden. Er wurde bewusstlos und konnte den Behälter nicht mehr verlassen. Der Chef wollte den Auszubildenden retten. Obwohl dieser die Gefahr von CO2 kannte, stieg er ebenfalls in den Behälter. Beide konnten nur noch tot geborgen werden.

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Beispiel 13: CO2-Unfälle in Brauereien – Quelle aus ASI 8-01

Beispiel Getränke-Tanks – Gaswarnanlage

Der Brauereiinhaber wurde bewusstlos aus einem stehenden Weizenbiermischtank geborgen. Kopf und beide Arme des Mannes befanden sich bis zum Oberkörper im Tank. Vermutlich hatte der Mann nach Abfüllung und anschließender Reinigung den Zustand des Behälters überprüfen wollen und sich tief in den Tank gebeugt. Nur zehn Monate später fand man einen Brauereimitarbeiter leblos Kopf voraus im Mannloch eines Drucktanks. Er konnte nur noch tot geborgen werden. Der rekonstruierte Unfallhergang: Beim Umpumpen von Weißbier in einen Drucktank wird ein sogenannter Hefestecker mittels Haken von außen in den Tankauslauf eingesetzt. Nach Reinigung und Vorspannen des Drucktanks sollte das Bier umgepumpt werden. Wahrscheinlich hatte der Mitarbeiter vergessen den Hefestecker einzusetzen und wollte dies nachholen. Nach Ablassen des CO2-Überdruckes beugte er sich tief in den noch CO2-haltigen Behälter hinein, um den Hefestecker manuell ohne Benutzung des Hakens einzusetzen. Dabei erlitt er eine tödliche Vergiftung durch CO2.

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Beispiel 14: Notstromversorgung der Gaswarntechnik

Notstromversorgung-Gaswarntechnik

Für ein Projekt wurde eine Gaswarnanlage mit 31 Messstellen und 29 Alarmierungsmitteln geplant und umgesetzt.
Dazu wurde eine Notstromversorgung vorgesehen, welche 2 Stunden lang die gesamte Gaswarnanlage, im Falle eines Stromausfalls, versorgen sollte.
Es wurde CO2 mittels Infrarot-Messtechnik überwacht und die Alarmierungsmittel bestanden aus Blitzleuchten mit Xenon-Blitz und Sirenen.
Soweit funktioniert alles sehr gut.
An einem Tag, nach Feierabend, trat plötzlich ein Gasalarm auf. Erst Voralarm, dann direkt Hauptalarm und zur fast gleichen Zeit (leicht später) viel der gesamte Strom aus.
Nachdem die Notstromversorgung übernommen hatte, dauerte es weniger wie 1 Sekunden und es gab einen kleinen Knall und auch die Gaswarnanlage nebst Meldungen war aus.
Nun ging dies alles so schnell, dass noch keine Alarmierung nach Außen ging und somit niemand informiert wurde.

Ursache war, dass die Stromaufnahme durch die Infrarot-Messstellen und Xenon Blitzleuchten bzw., Sirenen zu hoch war für die Notstromversorgung und deren interne Sicherung löste aus.
Da es sich um einen längeren Stromausfall handelte, kam zu einem späteren Zeitpunkt ein Mitarbeiter, um entsprechend zu prüfen, ob alles in Ordnung ist. Leider lag diesem Mitarbeiter keine Gasalarm-Information/Meldung vor und er lief in die CO2-Havarie hinein.
Sein Glück war, dass es ein Nachbarraum zum eigentlich Ursprungsraum war und deshalb dort die Konzentration nicht so hoch war. Er fühlte sich merkwürdig und wusste dieses Zeichen zu deuten, was ihm das Leben gerettet hat.

Der ganze Vorgang hätte auch anders ausgehen können.
Die Ursache daran war ein Planungsfehler bei der Auslegung zur Notstromversorgung.
Im Anschluss hatte der Gaswarngeräte-Hersteller ein paar Erklärungen zu tätigen, da ein Mitarbeiter des Herstellers die Gaswarnanlage geplant hatte.
Dieses Vorkommnis wurde nicht von seiner Haftpflichtversicherung abgedeckt (ist nicht Bestandteil einer Hersteller-Haftpflicht-Versicherung) und musste komplett von der Firma getragen werden.

Dazu mußte der Betreiber dies vor Gericht mit dem Hersteller erstreiten.
Der Hersteller hat nun die Erkenntnis erlangt, keine Gaswarnanlage mehr zu planen, sondern nur noch das anzubieten, was der Kunde durch seine Gefährdungsbeurteilung oder durch einen Fachkundigen ausgelegt vorgibt.

Ursachen:

  • Notstromversorgung falsch ausgelegt

Verbesserungsvorschlag:

  • Notstromversorgung aufteilen. Eine für die Messstellen und eine für die Alarmierungen.

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Beispiel 15: Laboranlagen an einer Universität

An einer Universität wurden verschiedene Gebäude kernsarniert. Dies betraf auch ein ganzes Gebäude mit Laboren, welche als Auftrags-Forschungs-Labore genutzt wurden.
Für dieses Projekt plante ein Planungsbüro entsprechend alles ein, unter anderem auch die Gaswarnanlagen. Insgesamt wurden 78 Gaswarnanlagen mit über 200 Messstellen in diesem Gebäude vorgesehen.
Bei dem Beispiel dreht es sich um drei Laborräume, welche nebeneinanderliegen.
In allen drei Laborräumen wurde die gleiche Gaswarntechnik eingesetzt mit der Überwachung für dieselben Gasarten.
Für das Beispiel ist wichtig, dass dort Kohlenmonoxid, also CO, und Ethylen, also C2H4, unter anderem vorgesehen wurden. CO wurde mit einem Messbereich von 0-100 ppm installiert und C2H4 mit 0-100 % UEG.

Nun gab es Versuche mit C2H4, wo auch gerne mal etwas davon in geringer Menge austreten konnte. Für die Ethylen Messstelle kein Problem, allerdings ging die Kohlenmonoxid Messstelle jedes Mal auf Hauptalarm und sorgte dafür, dass der Bereich geräumt wurde.
Daraufhin wurde der Hersteller kontaktiert und beschuldigt er hätte schlechte Qualität geliefert. Zusätzlich teilte man dem Hersteller mit, dass man für jeden Tag Ausfall 1.000, – Euro Entschädigung verlangen wird.
Der Hersteller kam und prüfte die Anlage. Anschließend schaute er in den Ausschreibungsunterlagen nach und stellt fest, dass zum einen die Gaswarnanlage und Messstellen einwandfrei funktionierten, zum anderen, dass alles so verbaut wurde, wie es ausgeschrieben bzw. vorgegeben war.
Dann führt der Hersteller aus, dass es zwischen CO und Ethylen eine Querempfindlichkeit von 100 % gibt. Bedeutet, dass wenn 100 ppm C2H4 auftreten auch 100 ppm CO angezeigt werden. Umgekehrt genauso. Da nun die CO-Messstelle einen niedrigen Messbereich in ppm hat und C2H4 einen hohen in Prozent UEG, dürfte klar sein, dass die CO-Messstelle bei jedem Kontakt mit C2H4 einen Alarm auslösen wird.

Abdeckkappe Gaswarntransmitter


Nun trat man an das Planungsbüro heran und wollte den Schadensersatz vom Planungsbüro. Dies wiederum hatte die Planung von einem anderen Hersteller durchführen lassen, was dem Planungsbüro rein rechtlich aber nichts geholfen hat.
Es stand also am Ende mit vor Gericht:

  • Der Hersteller, weil er in der Ausschreibung bzw. Angebot nicht auf die Querempfindlichkeiten hingewiesen hatte
  • Das Planungsbüro, weil die Auslegung fehlerhaft war
  • Der andere Hersteller, welcher die Auslegung für das Planungsbüro erstellt hatte


Wer die Hauptschuld bekam, ist unklar und nicht bekannt, aber es wurde teuer und bei den Herstellern zahlt für Auslegungs- und Planungsfehler keine Hersteller-Haftpflicht-Versicherung.
Aber es geht noch weiter.
Da das Problem nicht zu lösen war, setzten man auf die CO-Messstellen Abdeckungen und führte die Versuche weiter durch. Dann auf einmal gab es Alarm in den benachbarten Laboren.
Bei der Ursachenforschung kam heraus, dass die Abluftanlage, die Luft von einem Laborraum in den nächsten bläst, statt nach draußen.
Also musste erst einmal alles umgebaut werden und dann gingen die Rechtstreitigkeiten über die Kosten von neuem los.


Ursachen:

  • Planung/Auslegungsfehler vom Planungsbüro in Verbindung mit dem Hersteller der Planung.

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Beispiel 16: Ausschreibung Argon-Überwachung

Gaswarntechnik auslegen
Gaswarnanlage, von der Planung bis zur Inbetriebnahme

Ein Planungsbüro schrieb eine Gaswarnanlage für 5 Messstellen zur Argon-Überwachung von Produktionsräumen aus.
Dazu holte man sich im Vorfeld von drei Gaswarngeräte-Herstellern entsprechende Ausarbeitung ein und nahm dann sozusagen das „Mittel“ der drei Angebote.
Daraus erstellte man einen Ausschreibungstext, bestehend aus einer Einführungsbeschreibung der Gesamtlage und dann technische Details zu den Produkten. Die gesamte Ausschreibung hatte 11 DIN A4 Seiten.
Als die Ausschreibung raus war, wurde man von einem Hersteller aufmerksam gemacht, dass es diverse Probleme beim anbieten dazu gibt.
Nun suchte man sich einen Fachkundigen, um die Ausschreibung zu kontrollieren, welche aber bereits ausgeschrieben war. Die reinen Anmerkungen und Fehler zu den 11 DIN A4 Seiten beliefen sich auf 9 DIN A4 Seiten. Man kann sagen, dass der Anbieter recht hatte, dass man darauf nicht anbieten kann.

Unabhängig davon wäre die Ausschreibung derartig unnötig teuer geworden, dass man zwar die Anlage mit normalen Bedingungen zu einem Bruchteil hätte bekommen können, mit mehr Auswahl an Anbietern.

Man hat sich bei der Vorbereitung der Ausschreibung so viel Mühe gegeben „neutral“ auszuschreiben, dass man derartige viele Spezifikationen eingebaut hat, welche es dann schwer machten, dass andere darauf anbieten konnten.
Damit hatten es aber auch die drei ursprünglichen Hersteller schwer drauf anzubieten, weil von jedem Textteile bzw. Spezifikationen verwendet wurden.

Am Ende musste die Ausschreibung zurückgezogen und nochmals neu erstellt und veröffentlicht werden.

Diese Kosten und Zeitverzug hätte man sich sparen können, wenn man im Vorfeld herstellerneutral von einem Fachkundigen die kleine Gaswarnanlage auslegen hätte lassen. Aber diese Kosten wollte man nicht investieren, weil man es vom Hersteller umsonst bekommt.

Was dem Planungsbüro bis jetzt nicht klar ist, dass diese mit der Auslegung alleine haftbar sind. Wenn die Ausschreibung nun durchgelaufen und so montiert worden wäre und es wäre etwas passiert, dann hätte keiner der drei Hersteller gehaftet, sondern einzig und alleine das Planungsbüro.

Nahezu keinem Planungsbüro ist klar, was dies bedeutet und dass eine kostenlose Herstellerplanung (ob passend oder nicht) für den Betreiber oder Planungsbüro zu einem existenziellen Problem werden kann und dies dann für eine kleine Gaswarnanlage mit 5 Messstellen.

Ursachen:

  • Auslegung vom Hersteller, unpassende bzw. unnötige Aussattung.
  • Herstellerneutral augeschrieben aber nicht herstellerneutral ausgelegt.
  • Haftung voll beim Planungsbüro.

Verbesserungsvorschlag:

  • Gaswarnanlagen immer herstellerneutral von einem neutralen Fachkundigen und nicht von einem Hersteller oder Händler auslegen lassen.

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