Stickstoff-Gaswarnanlage

Gaswarnanlage Stickstoff
Stickstoffüberwachung

Viele Planungsbüros und Betreiber bzw. Endkunden sind immer wieder auf der Suche nach einer Gaswarnanlage für Stickstoff und werden nicht fündig.
In der Tat gibt es für Stickstoff im Gaswarn-Segment zurzeit keinen Sensor für Stickstoff, da dies technisch zu aufwendig und dann nicht mehr als Gaswarntechnik einsetzbar wäre.
Deshalb erfolgt die Überwachung von Stickstoff-Anwendungen mittels Sauerstoffverdrängung, also einer Sauerstoff-Messstelle.
Bei der Auslegung von Gaswarnanlage für Stickstoff-Leckagen wird gerne ähnlich agiert wie in Tiefgaragen. So „Pi mal Daumen“ und einfach mal „zusammen geplant“.
Genau dort liegt der Fehler, denn jede Stickstoff-Anwendung ist anders und bedarf anderer Lösungsansätze.

Dies fängt schon beim Messprinzip an. Es gibt:
-Elektrochemische 1-2 Jahres Sensoren;
-Elektrochemische 3-5 Jahres Sensoren;
-Optische Sensoren;
-Zirkonium-Oxid Sensoren in verschiedensten Ausführungen;
-Partialdruck-Sensoren;

Gaswarnanlage Stickstoffbehälter

Jedes dieser Messprinzipe hat Vor- und Nachteile, welche man beachten sollte. Zusätzlich haben diese auch eine unterschiedliche Lebensdauer und auch das Lebensende des Sensors äußert sich anders.
Besonders beim Sauerstoffsensor sollte man dem Lebensende eine große Aufmerksamkeit schenken, da diese Gasart sich immer in dessen Zielgas befindet.
Ein kleines Beispiel für den gängigsten elektrochemischen Sensor ist, dass dieser am Lebensende von einer Sekunde auf die andere ausfällt. Gerne nach einer vorherigen Wartung. Oder was viel gefährlicher ist, dass dieser den Messwert einfriert. Dies bedeutet auf dem Display bleibt der Messwert unverändert stehen, obwohl der Sensor nicht mehr reagiert. Deshalb ist eine passende Auslegung und der Einsatz der passenden Sensorik sehr wichtig.
Ähnlich verhält es sich mit der Positionierung von Messstellen. Diese werden gerne nach „Schema-F“ vorgesehen, sollten bei Stickstoff aber immer individuell betrachtet werden. Also nicht immer Standardmäßig in Bodennähe platzieren, sondern für jede Anwendung die passende Position und Höhe.
Aus diesen und weiteren Fehlermöglichkeiten heraus gibt es diverse Normen und Regelwerke, welche sich mit dem Thema der Sauerstoffüberwachung beschäftigen und welche man als Betreiber beachten sollte. Dazu zählen z. B. die T021 oder DGUV 213-056, sowie die DIN EN 45544, DIN EN 50104 oder DIN EN 50271, sowie weitere Normen. Sie sehen, so banal wie dieses Thema oft behandelt wird, ist es nicht. Lassen Sie sich besser dazu fachkundig beraten.

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