Gaswarnanlage – Fachkraft für Arbeitssicherheit

Als Fachkraft für Arbeitssicherheit (damit ist w/m/d zu verstehen) gehört es zu Ihren Aufgaben, eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen. Hieraus ergibt sich dann oft auch die Notwendigkeit einer Gaswarnanlage. Wie gehen Sie dazu vor? Kennen Sie sich selber mit Gaswarntechnik aus? Suchen Sie einen Hersteller oder Händler, welcher Ihnen dies abnimmt? Wer haftet dann?

Folgende Ausführungen sind Ihnen sicherlich bekannt:

Ein Auszug der T021/T023 bzw. DGUV 213-056/057 Punkt 7 Seite 12/13 besagt: “Gaswarneinrichtungen dürfen nur durch Fachkundige nach Abschnitt 13.4 ausgelegt werden.”

Oder DIN EN 60070-29-2 Stand 2015 Punkt 8.3.1: „Außerdem sollten Sensoren an Stellen platziert werden, die in Abstimmung mit denen die Erfahrung in der Ausbreitung von Gasen haben, denen, die Kenntnis der gesamten Fabrikanlage und der zugehörenden Ausrüstung besitzen, sowie dem Sicherheits- und dem technischen Personal festgelegt werden.“…“ Diese Entscheidungen, die zur Platzierung von Sensoren führen, sollten in einer Sicherheitsakte für die Gaswarnanlage aufgezeichnet werden.“

Oder DIN EN 378-3 Stand 2020 Punkt 4.3: “Es muss eine Risikoanalyse auf Grundlage des Sicherheitskonzeptes für die Kälteanlage durchgeführt werden.“

Wenn Ihre Vorgehensweise so erfolgt, einen Hersteller in die Auslegung einer Gaswarnanlage mit einzubinden, dann ist dies sicherlich kein falscher Ansatzpunkt. Als Hersteller ist von einer entsprechenden Fachkompetenz auszugehen, wobei dies stark vom jeweiligen Mitarbeiter abhängig ist.

Bei dieser Variante muss Ihnen allerdings klar sein, dass Sie selber die vollständige Haftung haben. Sie müssen beurteilen, ob die Gaswarnanlage dann auch ausreichend für Ihre Erfordernisse ausgelegt ist und alles beachtet wurde.

Ein Hersteller wird diese Haftung nicht übernehmen und wird immer auf Sie verweisen. Dazu kommt, dass diese Variante selten optimal ausgelegt ist und meist nicht das beste Preis-Leistungs-Verhältnis enthält, da der Hersteller oftmals nur seine Produkte anbieten wird.

Hier ein kleines Beispiel dazu:

Eine Firma wollte die bestehende Gaswarnanlage erweitern. Dazu wurde Google bemüht und die Firma, welche als Erstes angezeigt wurde, bekam einen Anruf. Es kam ein Außendienstler vorbei und schaute sich alles an, erklärte wie gefährlich die derzeitige Situation sei und dass man ganz schnell handeln müsse. Kurze Zeit später traf das Angebot per E-Mail ein und der Firmenchef viel fast vom Stuhl. Was war passiert?

Die Firma hat ihm ein Angebot gemacht für den Austausch der bestehenden Gaswarnanlage und zusätzlich noch das Vielfache an Messstellen in bereits überwachten Bereichen. Plus die Bereiche, welche noch nicht überwacht wurden. Dies ergab eine hohe Investitionssumme. Und dabei hat der Firmenchef noch nicht einmal die Folgekosten für Wartung beachtet.

Wie ging es weiter?

Der Kunde beauftragte uns. Wir schauten uns das Angebot an. Dann vereinbarten wir einen Ortstermin und bebilderten alles mit 360-Grad-Bildern, um auch vom Büro aus nochmals alles aus verschiedenen Perspektiven nachvollziehen zu können. Dann ließen wir uns alle Unterlagen der bestehenden Gaswarnanlage inklusive Wartungsprotokolle zukommen, sowie Pläne der Räume und Gebäude. Nun erstellten wir unsere Ausarbeitung, wo wir zum einen festhielten, dass die bestehende Gaswarnanlage weiter genutzt werden kann. Allerdings sollten Änderungen durchgeführt werden. Einige Messstelle waren vom Messprinzip falsch gewählt und dadurch ging der jeweilige Sensor nahezu jedes Jahr defekt. Hier empfahlen wir Änderungen in Form eines anderen Messprinzips. Dann wurden mit mehreren nebeneinander hängenden Messstellen brennbare Gase überwacht. Hier empfahlen wir die Zusammenlegung der Messstellen auf nur eine, mit passender Kalibrierung. Dann fehlten in manchen Bereichen noch eine Überwachung, welche wir mit aufnahmen. Zusätzlich empfahlen wir die Überarbeitung des Alarmierungskonzeptes und gaben Vorschläge.

Wie ging es aus?

Der Kunde konnte durch unsere Ausarbeitung seine bestehende Gaswarnanlage behalten. Durch den Wegfall zahlreicher Messstellen konnte er diese für zusätzliche Überwachung vorsehen, was die Gesamtanzahl an Messstellen nur geringfügig erhöhte. Dazu kam eine erhebliche Einsparung bei den späteren Folgekosten, durch die Änderung des Messprinzips und dadurch der längeren Laufzeit der jeweiligen Sensoren.

Zusammengefasst kann man sagen, dass der Kunde hauptsächlich für eine Änderung der Kabelverlegung (was durch eigenes Personal erledigt wurde) Kosten hatte, sowie eine neue Inbetriebnahme benötigte. Dafür waren nun alle notwendigen Bereiche überwacht und auch im Alarmfall war alles besser organisiert und durchdacht. Unsere Kosten hat der Kunde um ein Vielfaches eingespart, da zwischen dem ursprünglichen Angebot und den realen Kosten am Ende viele Zehntausende Euro lagen. Es wurde also sehr viel Geld gespart und die Sicherheit um einiges erhöht und genau so soll es sein.

In der alltäglichen Praxis vertraut man den Herstellern und deren Fachkompetenz, aber die Realität zeigt, wie teuer und manchmal auch gefährlich dies am Ende sein kann.

Reduzieren Sie Ihre Haftung, die Kosten und sorgen Sie für eine optimale Auslegung Ihrer Gaswarnanlage. Wir sind Ihnen gern dabei behilflich.

Warten Sie nicht länger, kontaktieren Sie uns: